— Es hat begonnen…
Nein. Du wirst zuhören. Heute – wirst du zuhören.
Er verdrehte die Augen.
Und das war es, was ihr schließlich den Rest gab.
Keine Wörter.
Keine Unverschämtheit.
Und dies ist der ewige Gesichtsausdruck eines Menschen, dessen Leben durch alles Mögliche behindert wird.
Irina nahm ihm unvermittelt die Tüte mit seinen „Einkäufen“ ab und drückte sie ihm in die Hände.
– Nimm es.
– Was machst du?
– Was machen Sie in meiner Wohnung?
Ich bin gut angekommen!
— Ist das normal?! Du bist nach der Scheidung zu mir zum Essen gekommen!
– Nicht schreien!
– Und jetzt verschwinde von hier!
Er sprang auf.
– Ja, bitte! Zum Schreien komisch!
— Die Schlüssel liegen auf dem Tisch!
Artjom erstarrte.
— Welche anderen Tasten?
— Ersatzexemplare. Die du ohne mein Wissen angefertigt hast.
Etwas huschte über sein Gesicht.
Irina kniff die Augen zusammen.
Habe es.
– Ich warte.
Nein, ich habe nichts getan…
– Artjom.
Er schaute weg.
Irina öffnete abrupt die Schublade im Flur, zog ein Bündel heraus und warf es ihm vor die Füße.
— Woher stammen die denn dann?!
Er schwieg.
— Du hast Duplikate erstellt?!
– Nur für alle Fälle.
– Zu welchem anderen Anlass?!
Man weiß nie.
Irina lachte nervös.
Deshalb ging er so selbstsicher hinein.
Deshalb habe ich gar nicht erst vorher angerufen.
Die ganze Zeit über glaubte er, das Recht zu haben, hierher zu kommen.
„Bist du überhaupt normal?!“ Ihre Stimme versagte. „Wir sind geschieden!“
— Und was nun? Sind wir uns fremd geworden?
— Ja! Genau! Nach einer Scheidung gehen Ex-Ehepartner nicht mehr zusammen auf ein paar Schnitzel!
Er riss die Schlüssel abrupt vom Tisch.
— Verschluck dich an deinem Essen!
— Natürlich würdest du daran ersticken! Du kannst ja nicht mal selbst Nudeln kochen!
Artjom riss so heftig an der Schranktür, dass sie gegen die Wand knallte.
– Natürlich! Jetzt ist alles meine Schuld!
– Ja! Stell dir das vor!
Er betrat den Flur.
Irina folgte.
Ihr Herz hämmerte so heftig, dass sie ihren eigenen Puls hören konnte.
Doch sie hatte keinerlei Absicht mehr, sich zurückzuziehen.
„Und komm nie wieder hierher“, sagte sie barsch.
– Es tut weh.
„Ich meine es ernst. Sollten Sie hier noch einmal ungeladen auftauchen, rufe ich die Polizei.“
— Absolut schon…
— Absolut — das ist, als würde man heimlich Schlüssel zur Wohnung der Ex-Frau anfertigen lassen!
Er riss seine Jacke vom Haken.
– Abnormal.
— Aber wenigstens ist es keine kostenlose Kantine mehr!
Artjom blickte sie wütend an.
Dann öffnete er plötzlich die Tür.
Und schon an der Schwelle, sagte er:
– Wer braucht dich denn überhaupt bei so einem Charakter?
Irina verschränkte langsam die Arme vor der Brust.
— Für jemanden, der sein Abendessen selbst kochen kann, ist das definitiv nicht beängstigend.
Die Tür knallte so heftig zu, dass der Spiegel im Flur wackelte.
Irina stand einige Sekunden lang regungslos da.
Dann ging sie zur Tür und schloss ab.
Zweimal.
Danach holte sie ihr Handy heraus.
« Hallo, Sergei Petrowitsch? Hier ist Irina aus Wohnung 126. Könnten Sie mir bitte die Nummer eines Schlüsseldienstes geben? Ich muss die Schlösser dringend austauschen lassen. »
Erst danach kehrte sie in die Küche zurück.
Sie blickte auf die Konservendose, die Artjom weggeworfen hatte.
Auf dem offenen Kühlschrank.
Auf einem zerknitterten Paket.
Und plötzlich brach sie in schallendes Gelächter aus.
So sehr, dass mir sogar Tränen in die Augen kamen.
Denn erst jetzt dämmerte es ihr endlich:
Sie ist niemandem mehr etwas schuldig.
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