Zu viele Menschen hatten sein Geld geliebt.
Zu wenige hatten sich für den Mann dahinter interessiert.
Er hatte Tama acht Monate zuvor bei einem Leseprojekt kennengelernt, bei dem sie an den Wochenenden ehrenamtlich mitarbeitete. Sie hatte keine Ahnung, wer er wirklich war, denn er hatte sich lediglich als Dazibo vorgestellt, ein Unternehmer, der ein Geschäft aufbauen wollte.
Zum ersten Mal seit Jahren behandelte ihn jemand wie einen ganz normalen Menschen.
Doch die Angst verfolgte ihn überall hin.
Er musste wissen, ob ihre Liebe echt war.
Und nun, da er in diesem winzigen Zimmer stand, hatte er seine Antwort.
Tama sah sich noch einmal um.
«Wir können diesen Ort wieder in Ordnung bringen, wissen Sie», sagte sie mit einem kleinen Lächeln.
Er blinzelte.
» Was? «
« Wir können die Wände streichen. Ein richtiges Bett kaufen. Vorhänge für die Fenster besorgen. »
Sie lachte leise.
«Das wird nicht von heute auf morgen geschehen, aber wir werden gemeinsam eine Lösung finden.»
Zusammen.
Dieses Wort traf ihn härter als alles andere, was sie gesagt hatte.
Nicht ein einziges Mal hatte sie gefragt, wie viel Geld er verdiente.
Nicht ein einziges Mal hatte sie sich beschwert.
Nicht ein einziges Mal hatte sie vorgeschlagen, zu gehen.
Stattdessen schmiedete sie Pläne.
Mit ihm.
Für ihn.
Für ihre Zukunft.
«Dazibo?», fragte sie. «Warum schaust du mich so an?»
Er holte langsam Luft.
„Weil mich noch nie jemand trotz meiner Umstände gewählt hat.“
Sie drückte sanft seine Hände.
« Dann warst du von den falschen Leuten umgeben. »
Am nächsten Morgen bat Dazibo Tama, ihn vor einem großen Bürogebäude im Zentrum von Asaba zu treffen.
Verwirrt, aber neugierig, stimmte sie zu.
Als sie ankam, fand sie ihn neben einem schwarzen Luxus-SUV stehend vor.
Mehrere Angestellte grüßten ihn respektvoll, als sie vorbeigingen.
« Guten Morgen, Sir. »
« Willkommen zurück, Herr Dazibo. »
Tama runzelte die Stirn.
» Was ist das? «
Er wirkte nervös.
Nervöser als er es in dem winzigen Haus gewesen war.