Ihr Liebhaber schickte ihr Fotos mit ihrem Ehemann. Vivian enthüllte die Wahrheit der gesamten Firma.

Vivian hatte erwartet, dass die Fotos einen Brand auslösen würden. Sie hatte nicht erwartet, dass sie enthüllen würden, dass das gesamte Gebäude bereits mit Benzin getränkt war.

Monica begann mit einer Chronologie der Ereignisse. Preston genehmigte Ambers Beförderung zwei Monate nach Beginn ihrer Affäre. Er gewährte ihr luxuriöse Reise-Upgrades und rechnete private Abendessen als „Kundengespräche“ ab.

Das Unternehmen bezahlte auch Hotelzimmer während angeblicher Reisen zu Investoren.

Preston lachte bitter auf.

„Das ist lächerlich. Vivian ist wütend, weil unsere Ehe zerbricht.“

Ein Vorstandsmitglied namens Douglas beugte sich über den Tisch.

– Ist Ihre Ehe auch der Grund dafür, dass die Firma letzten Freitag eine Suite im Langham Hotel bezahlt hat?

Prestons Lippen zogen sich zu einem dünnen Strich zusammen.

Amber senkte den Blick.

Vivian schwieg, bis Monica sich zu ihr umdrehte.

– Frau Carter, wussten Sie vorher von dieser Beziehung?

– Nein. Ich hatte jedoch Bedenken hinsichtlich unregelmäßiger Ausgaben, daher habe ich letzten Monat Zugang zu Kopien interner Daten beantragt.

Preston drehte den Kopf abrupt herum.

– Was hast du gemacht?

„Ich habe um Zugriff auf die Backups gebeten“, antwortete sie. „Als Mehrheitsaktionärin.“

Es war ein Geheimnis, dessen Existenz Preston am liebsten vergessen wollte.

Als Vivians Vater in Carter & Wells investierte, übertrug er ihre Aktien in einen Treuhandfonds. Nach seinem Tod erbte Vivian eine Mehrheitsbeteiligung von 54 Prozent.

Preston trug den Titel des CEO. Dieser Titel verlieh ihm die Macht, auf der er seinen Thron errichtete.

Er war überzeugt, dass er sie niemals ausnutzen würde, weil sie seine Ehefrau war.

„Der Mehrheitsaktionär?“, flüsterte Amber.

„Sei still“, knurrte Preston.

Doch es war zu spät.

Monica schob einen weiteren Bericht über den Tisch.

„Wir haben außerdem Beweise dafür, dass Herr Carter im letzten Quartal versucht hat, die Stimmrechtsregeln für Aktionäre zu ändern, ohne Frau Carter ordnungsgemäß zu benachrichtigen.“

Die Atmosphäre im Raum veränderte sich schlagartig.

Es ging hier nicht mehr nur um Ehebruch. Es war ein Verrat, der Spuren in den Dokumenten hinterließ.

Preston stand auf.

– Dieses Unternehmen braucht mich.

Vivian blickte auf die Tafel.

– Nein. Das Unternehmen brauchte einen Mann, dessen Image ich jahrelang geschützt hatte. Einen solchen Mann gab es nicht.

Dann legte sie den unterschriebenen Antrag auf den Tisch.

– Ich beantrage, dass Preston Carter bis zum Abschluss der Untersuchung von seinen Aufgaben als CEO suspendiert wird.

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