Angela stand mitten im Hof und hielt ein Champagnerglas in der Hand.
„ICH HABE EINE ANKÜNDIGUNG!“
Der Jubel verebbte.
Sie lächelte dramatisch.
„Ich bin auch schwanger!“
Schweigen.
Absolute Stille.
Ein Cousin lachte verlegen, weil er annahm, es handle sich um einen Scherz.
Niemand sonst hat sich bewegt.
Dann legte Angela beide Hände auf ihren Bauch und strahlte.
„Ich schätze, unsere Babys werden zusammen aufwachsen!“
Meine Tränen waren noch nicht einmal getrocknet.
Die Menschen strömten langsam zu ihr.
Fragen.
Glückwunsch.
Verwirrung.
Meine Tochter stand weniger als eine Minute im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Ich ging leise hinein.
Daniel fand mich weinend im Badezimmer.
„Es tut mir leid“, flüsterte er.
„Ich wusste nicht, dass sie das tun würde.“
Ich auch nicht.
Aber irgendwie…
Ich war nicht überrascht.
Nur zur Veranschaulichung:
Irgendetwas stimmte nicht.
In den folgenden Wochen wurde Angela von ihrer „Schwangerschaft“ besessen.
Sie veröffentlichte täglich Updates online.
Fotos vom Babybauch.
Geschichten über Schwangerschaftsübelkeit.
Einkaufsbummel.
Überall, wo sie hinkam, wurde sie beglückwünscht.
Doch irgendetwas fühlte sich… falsch an.
Sie erwähnte nie Arzttermine.
Sie hat den Fälligkeitstermin geändert.
Ihr Bauch sah je nach Kleidung, die sie trug, unterschiedlich aus.
Eines Nachmittags machte ich nach dem Kauf von Babykleidung einen Abstecher ins Einkaufszentrum.